Roland Staab
Bildender Künstler
Die Serie DIE NÄCHTLICHEN schließt unmittelbar an die Serie PRIVATZOO an und verschiebt dessen innere Logik in einen anderen Zustand: weniger beobachtbar, weniger kontrollierbar. Die Figuren dieser Werkgruppe treten bevorzugt im Übergang auf – im Halbdunkel, im Ungeklärten. Sie erscheinen in der Nacht, bleiben jedoch nicht an sie gebunden. Ihre Präsenz reicht in den Tag hinein.
Begonnen in einer schlaflosen Nacht, hat sich die Serie in den folgenden Tagen weiterentwickelt – nicht als Rückkehr zur Ordnung, sondern als Fortsetzung eines einmal geöffneten Zustands. Die Arbeiten bestehen aus kleinen Formaten: Zeichnungen, Collagen oder hybride Kombinationen aus beidem. Fragment, Überlagerung und Verschiebung sind zentrale Verfahren.
Die gezeigten Arbeiten bilden eine Auswahl aus einer fortlaufenden Serie von inzwischen über 200 Blättern. Jede Figur steht für sich, zugleich sind sie Teil eines offenen Systems von Erscheinungen, die sich nicht eindeutig zuordnen lassen – weder zoologisch noch erzählerisch. Sie bleiben in Bewegung, auch dann, wenn sie stillstehen.












